LONG BEACH – TORRANCE – SANTA MONICA
Guten Morgen bewölkter Himmel. Pfui, schäm dich. It never rains in California oder wie war das?! Na ja, passt vielleicht zur getrübten Stimmung. Julie muss zur Bank. Also ab nach Long Beach. Ich wandere durch das verlassene Städtchen, gibt es was Öderes als Nebensaison? Hier herrschen ja beinahe St. Pölten-Zustände. Das einzig Aufregende sind hitzige Religionsdiskussionen auf der Parkbank:
Penner 1 zu Penner 2: „You know, all that God loves everbody and Jesus dies for us, that’s a lie.“
Schwarze fette Frau (unbeteiligt, im Vorbeigehen): „THAT’S NOT A LIE!“
Wenn dieser Eklat nicht Top Story im Long Beach Daily wird, weiß ich auch nicht.
Und nun sitze ich hier der Carson Mall, warte auf Julies Rückkehr und werde gleich ins Target-Museum gehen, Süßigkeiten bestaunen. Welcome to the Land of Konsum.
| Long Beach Promenade |
Gut wenn die ganze Scheiße eines Urlaubs sich auf einen Tag komprimiert. Das lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Der ATM klaut mir 200 $, Julie hat nur Stress im Termin und YEAH, es regnet. Gefangen in der Rush Hour von L.A., Abbruch nach 1,5 Stunden und ein paar Meilen, Querelen. So, jetzt ist aber gut. Sushi bei Kaido (Santa Monica Boulevard), Sandra entdeckt ihr neues Lieblingsessen: Sojabohnen aus der Mikrowelle. Wir speisen in männlicher, nicht trinkfester Gegenwart von Georg. Es geht ins McCabes auf eine Runde Shuffleboard, in dem wir unsere wahre sportliche Bestimmung finden. Doch dann, der nächste Tiefschlag. Georgs Handy macht sich selbstständig. Er, in der Hoffnung, es wäre ein Zauberhandy, das sich nur kurz unsichtbar machte, such es 20mal am selben Ort bzw. dort, wo es vorher nicht war. Männer. Alles Würtschtl.

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