4.45 Schrecklich. Einfach zu furchtbar. Reisen zu diesem Zeitpunkt sollte nicht erlaubt sein. Widerspenstig geht es ins Auto und zum Flughafen. 50.000 Kinder mit Mickey-Mouse-Ohren on board. Merke, nie wieder Orlando als Abflughafen wählen. Julie genießt eine unsanfte Rückenmassage am Weg nach Newark, ich penne sabbernd. Bin ich nicht liebreizend.
Endlich in Newark. Beschissene Straßen, hohe Tolls. Lovely County! Wir erreichen Karen, lernen Pascal, den Ossi unter allen Ostdeutschen kennen, seines Zeichens Au-Pairich oder so ähnlich. Der in Schlappen, Jogginghose und am Daddeln seinen Lebensabend beschreitet. Hübscher Kerl, aber der Akzent. DER AKZENT! Julie gewährt mir eine Tour durch Downtown Scarsdale. Wow. Nichts. Das Spannendste: die Kassierin im A&P. Half-Retarded bedient sie in extreme-slow-motion, immer mit orangem Kaugummi auf der Lippe sichtbar und eklig. Sandra will einen Kasten Bier kaufen, was 20 Min. Wartezeit mit sich bringt. „I don’t want to get in trouble“ spricht Kaugummifratze und verschwindet mit meinem Perso. Bis der hagere Manager auftaucht, mich abermals nach meinem Geburtsdatum fragt, das mir partout nicht einfallen will, mich endlich ziehen lässt. Mit Bier. Gewonnen.
Zuhause Joan und Melissa Rivers. Von nun an meine Lieblings-Celebrity-Trash-Reality-TV-Show. Großartig. Nach 20.000 Joghurt-Pretzels (I’m addicted) in Manhatten. Ein geplanter Cocktail mit Marte entwickelt sich zu 3 plus 2 Bier mit Pommes und Peanutbutterpie. Ich platze. Echt.
| Sandra und Marta machen Faxen im Hard Rock Cafe. |
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| Und dann auch noch am Times Square. |
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| Leichter Mitternachtssnack: Pommes mit Käse, Bohnen und anderen Fettigkeiten. |
00.15 Ankunft in Scarsdale. Ins Taxi. Mit einem Japaner und einem Taxifahrer, der am Lenkrad klebt. Gottseidank erinnere ich ich trotz hohen Promille-Spiegels an die Hausnummer. Wow. Angekommen bleibt die Frage: Wo schlafen? Couch ist besetzt. Man vermutet sein Zimmer im 1. Stock. Ok rauf, 1. Versuch. Nein, das ist das WC. Problem: 2 Türen, eine richti, hinter der anderen ein 18jähriger verschreckter Junge. Man entscheidet sich für die halboffene. Dort schläft auch schon jemand, allerdings nicht zu erkennen ob Julie oder Colin. Egal, Risiko. Ausziehen und hoffen, dass ich am nächsten Morgen nicht jemanden den Schock seines Lebens verpasse, wenn ich daneben aufwache.





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